Nov 112013
 

Frage:

Guten Tag,

ich bin Hospizlerin und besuche ehrenamtlich ein Ehepaar. Der Ehemann ist sehr hilflos und mit der Haushaltsführung völlig überfordert, denn offensichtlich hat seine schwer kranke Frau immer für alles gesorgt. Nun ist sie bettlägrig und wird sich wohl nicht mehr erholen.

Ursprünglich hatte ich dem Ehepaar W. angeboten, ein- bis zweimal in der Woche zu kommen. Mittlerweile helfe ich dreimal in der Woche. Jedes Mal, wenn ich komme, ist es dem Ehemann schrecklich peinlich meine Hilfe annehmen zu müssen. Er hat ein so schlechtes Gewissen und entschuldigt sich bei mir wieder und wieder. Das ist mir schon unangenehm. Deshalb versichere ich ihm immer wieder, dass er kein schlechtes Gewissen zu haben braucht. Wie kann ich Herrn W. helfen, sein Unbehagen zu überwinden?

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Nov 042013
 

sterben zuhauseDie häusliche Versorgung eines Sterbenden ist für die Familie oft eine neue Herausforderung. Denn häufig fehlt es an Vorerfahrungen oder medizinisch-pflegerischem Wissen. Wird eine aufwendige häusliche Versorgung unvorbereitet begonnen, besteht die Gefahr, dass sich Helfer überfordern, ausbrennen oder selber krank werden. Große Not kann auch entstehen, wenn Erkrankte keine ausreichende Linderung ihrer Symptome erfahren oder Versorgungsengpässe zu belastenden Krankenhausaufenthalten führen. Schließlich ist es tragisch, wenn die Familie durch eine lange Pflege in soziale Isolation oder finanzielle Nöte gerät.
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Okt 242013
 

EndlichkeitSoll sich der Verbleib in der Häuslichkeit am Lebensende verwirklichen, müssen sich helfende Angehörige und tödlich Erkrankte der Realität der Endlichkeit stellen. Was so einfach klingt, ist oft unendlich schwer!

Können aber Betroffene die Erkenntnis zulassen, dass die Erkrankung voranschreitet und die Lebenszeit nun begrenzt ist, gelingt es am ehesten den Krankheitsverlauf sowie die häusliche und familiäre Situation realistisch einzuschätzen. Wenn zudem der Mut aufgebracht wird, mit allen Betroffenen (gemeint ist der Erkrankte, die Familie und alle Angehörigen) offen über das Sterben zuhause zu sprechen, kann der Bedarf an Hilfe und Helfern in der Regel rechtzeitig erkannt und organisiert werden.

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